Donnerstag, 13. März 2008

Lange nichts mehr gehört

Hallo alle zusammen.
Nach einem anstrengenden Wochenende bin gut in die dritte Arbeitswoche gestartet.
Am Samstag hatte ich meinen ersten richtigen Dienst und da durfte ich auch mal schön herhalten. Hab fast 24 Stunden durchgearbeitet... viel neues gelernt und anspruchsvolle Aufgaben erledigen dürfen. Auch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit einfach schier unglaublich was man hier in der Klinik zu sehen bekommt.
Am Sonntag war ich nach kurzen vier Stunden Schlaf und einem gemütlichen Mittagessen am Strand zum Ausspannen und Lesen.



Blick von Camps Bay auf den Tafelberg

Nach einem recht wolkigen, aber dennoch warmen Wochenstart war ich heute bei herrlichstem Sonnenschein am Kommetjie Strand, einem beliebten Surfer Paradies. Den Sonnenuntergang haben wir auf dem Heimweg an der Westküste des Western Capes genossen, mit Blick auf den Atlantischen Ozean, bevor es heute Abend ein großes Barbecue in unserem Guesthouse gab....



Ab Samstag werd ich mit Roman mal etwas das Land bereisen. Wir wollen 5 Tage auf die Garden Route, entlang der Südküste Südafrikas.... Haben auch langsam mal ein bisschen Urlaub verdient.. Also dann, lasst es euch gut gehen. Bis die Tage. Alex

Mittwoch, 5. März 2008

Näheres für Interessierte

Die "Princess of Wales Trauma Unit" des Tygerberg Academic Hospital, ist das Haus der "Maximalversorgung" für den nördlichen Teil des Western Capes, Südafrika.
(ca. 2,4 Mio. Menschen leben im Einzugsgebiet).
Das vor 32 Jahren erbaute multidiziplinäre Lehrkrankenhaus verfügt heute noch über 1400, der einst 2500 Betten. (Im Vergleich die gesamte Uni Mainz ca. 1200 Betten).
Meine Ausbildungsstätte ist eine reine "Trauma Notaufnahme" und ist getrennt von den sonstigen Notaufnahmen des Hauses.
Die Einheit verfügt über zwei Schockräume mit jeweils drei Beatmungsbetten, eine Notaufnahme mit ca. 30 Betten, eine Intensivstation mit 17 Betten und einer angeschlossenen Normalstation mit 26 Betten. Außerdem das regionale Schwerbrandverletztenzentrum mit 25 Betten, davon 5 Intensivbetten. Der Rettungsdienst wird sowohl von staatlichen wie auch privaten Organisationen gestellt und beinhaltet unter anderem auch einen Rettungshubschrauber.
Die Abteilung versorgt ca. 23000 Trauma-Fälle pro Jahr, davon ca. 2500 Polytraumen. Es werden jährlich etwa 700 traumatische Bauchoperationen, 300 traumatische Gefäßverletzungen und 450 penetrienrende Halsverletzungen hier versorgt. Das Durchschnittsalter der Patienten liegt zwischen 12 und 30 Jahren.
Ich hab das große Glück als letzte Generation von Studenten Dr. Tim Hardcastle als langjährigen Chefarzt der Abteilung kennen zu lernen. Er wird Ende März die Universität leider verlassen und nach Durban wechseln. Er zählt nicht nur zu den acht besten Unfallchirurgen in Südafrika (und das heißt schon was bei der welthöchsten Rate an schweren Traumata/Einwohner) , sondern ist auch ein brillianter Lehrmeister der großen Spaß daran hat, sein unglaubliches Wissen und seine Erfahrung mit den Studenten zu teilen.
Ich hab also bei der Wahl meiner Praktikumsstelle einen absoluten Volltreffer gelandet und freu mich auf die verbleibenden 4 ½ Wochen in dieser Abteilung und meinen nächsten Dienst am kommenden Samstag…

Liebe Grüße
Euer Alex

Montag, 3. März 2008

Neue Arbeitswoche

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende und einem sehr arbeitsreichen Samstag Spätdienst in der Notaufnahme bin ich heute guter Dinge in die zweite Arbeitswoche gestartet. Unsere zuständigen Assitenzärzte sind wirklich sehr nett und man bekommt viel erklärt und darf sehr viel eigenständig arbeiten.
Nach einem recht kurzen Wochenauftakt (Klinik von 8 - 12 Uhr) war ich heute Mittag mit Mark an einem neuen Strand zum Surfen und Sonnen. "Kommikjie Beach", am Indischen Ozean...

Auch wenn ich gerne dabei gewesen wäre, eine ganz gute Alternative zur Donauwelle an Bruders Geburtstag.... 34°C... leichter Wind und weißer Sand


Endlang der Steilküste zurück nach Kapstadt

Sonntag, 2. März 2008

Wochenende Nr. 2

Am Sonntag haben wir mit acht Leuten aus dem Gästehaus einen wunderschönen Ausflug an den Gordon's Bay zu den "Crystel waterfalls" am Indischen Ozean gemacht.
Nach einem ca. einstündigen Fußmarsch in die Berge kamen wir an unseren Rastplatz an .... einem wunderschönen kleine Gebirgssee mit vielen kleinen Wasserfällen

... die sehr willkommene Abkühlung


Roman auf dem Abstieg.... Müde vom Sonnen, Klettern und Schwimmen

Zurück an der Küste von Gordon's Bay


Gegrüßt sei an dieser Stelle mein Patenkind Lukas... Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!!!





Meine beiden lustigen Mitbewohner Roman und Phillip. Gespanntes Warten auf den Sonnenuntergang...
Nach der ca. einstündigen Rückfahrt in die Stadt gab es ein leckeres Abendessen bei einem ausgezeichneten Italiener... ein schöner Tag
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Nach meinem erneuten Umzug, zurück nach Kapstadt ins Gästehaus "Blencathra" waren wir am Freitag Abend auf einem Heimspiel der städtischen Rugby-Mannschaft.
Es kannte zwar keiner von uns die Regeln, aber war mal interessant zu sehen.

Cape Town Stormers vs Crusaders

Freitag, 29. Februar 2008

Ende der ersten Arbeitswoche

So, die erste Woche ist vorbei… Es war sehr interessant, aber auch durchaus anstrengend. Werde am Samstag Abend / Nacht vermutlich noch mal in die Notaufnahme gehen, da die Leute an einem Wochenende nach dem "pay day" (Gehaltszahlung immer am Ende des Monats) ordentlich feiern und dann die ein oder andere „offene Rechnung“ begleichen. Da wird es dann in einer unfallchirurgischen Aufnahme etwas voller...

Die Zufahrt für die Rettungswagen


Etwas minimalistischer ausgestattet als deutsche Rettungwagen


Hier ist nicht nur Rauchverbot, sonder auch ein Verbot für Schuss- und Stichwaffen....


Die Trauma Unit.... Notaufnahme der Unfallchirurgie...


Eingang zu den zwei Schockräumen mit jeweils drei Beatmungsplätzen

Dienstag, 26. Februar 2008

Erste Eindrücke von der Arbeit

Hallo alle zusammen…
Hatte heute meinen zweiten Arbeitstag und ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Wahl und zugleich überwältigt von den vielen Eindrücken. In der Trauma Unit sind neben etwa zehn einheimischen Studenten noch zwei deutsche PJ'ler, das eine Mädel sogar aus Mainz. So klein ist die Welt.
Wir starten um 8:00 Uhr mit der Visite in der Trauma Unit (Neue Patienten der Nacht) und anschließend geht's weiter auf Station. Dann hab ich diese Woche ca. 1 1/2 Stunden Unterricht in Traumatologie und im Anschluss ist uns freigestellt, ob wir in der Notaufnahme helfen, oder denn Mittag pausieren und abends noch mal vorbei schauen. Da sich unter den Patienten sehr viele Opfer von Gewaltverbrechen befinden (Schuss-, Stich- und sonstige schwere Verletzungen)ist es vor allem in den Abendstunden und am Wochenende sehr arbeitsreich. Wir bekommen hier ein sehr gutes "Teaching" und dürfen eigenständig sehr viel machen.

Ab kommendem Wochenende werde ich auch wieder in der Stadt wohnen, wie schon die ersten fünf Tage. Ich konnte meine Zimmer in der students lodge wie gewünscht kündigen und weiterhin ab nächster Woche in dem tollen Gästehaus direkt in der Stadt leben. Dort kann ich die tolle Aussicht auf Kapstadt, das Meer und den Tafelberg weiter genießen. Zudem natürlich die nette Gesellschaft von Roman, Mark und vielen anderen lustigen Leuten aus dem Gästehaus, die ich schon kennen und lieben gelernt habe. Zahle dort auch nur 15 Euro/Woche mehr und dass ist mir allein schon die Nähe zu den vielen unglaublich schönen Stränden wert. Stellenbosch ist zwar auch sehr schön, und ich werde auch den ein oder anderen Ausflug in dieses weltbekannte Weinanbaugebiet machen, aber in den Abendstunden immer so weit zu pendeln ist mir allein aus Sicherheitsgründen nicht so ganz geheuer.
Alles in Allem bisher eine echt super Erfahrung. Nur die unglaubliche und weit verbreitete Armut und Kriminalität und das damit verbundene Leid und Elend kann einen eigentlich davon abhalten, an einem solch wunderschönen Ort für immer zu Leben.
Bis dann
Sonnige Grüsse
Alex


Sonntag, 24. Februar 2008

Jetzt geht's los

So. Die ersten fünf wunderschönen Tage in Kapstadt neigen sich dem Ende. Ab Montag wohne ich dann in der students lodge auf dem Universitätscampus und beginne mit meinem clinical elective. Ich bin schon sehr gespannt.
Gute Nacht...


Blick von meinem Schafzimmerfenster auf Kapstadt